Nicht allzu ereignisreich war dieser Monat. Daher reicht eine kurze Zusammenfassung.
1. Times of India: Times of Youth Challenge
Würde man Kolkata sonst gar nicht zutrauen: Ein Rockfestival in Form eines Bandwettbewerbes, in dem von Rock bis Death Metal alles vertreten war. Man hält es kaum für möglich, aber selbst bengalischer Death Metal kann, wenn er gut ist, mit Erzeugnissen der westlichen Welt mithalten. ROCK!
Das einzige, was ich an Bildmaterial habe, ist allerdings ein Video einer Gruppe indischer Jugendliche, die im typisch indischen “dance like no one is watching” style abrockt. Kann ich leider nicht uploaden, da zu groß.
2. Glatze rasieren lassen.
Ein völlig neues Gefühl, aber blogtechnisch ein alter Hut.
vorher-nachher
3. Invicta & Outlawed
Meine Uni (NUJS) war drei Tage lang Austragungsort für einen erstklassigen Bandwettbewerb. Bei Outlawed ging es, Wie schon beim Timies of Youth Challenge, auch hier um Rock und Metal. Von morgens bis abends wurde hier nach herzenlust gegrowlt. Teilweise enorm gute Musik. Organisiert wurde übrigens alles ehrenamtlich von den Studenten. Nicht einmal finanzielle Unterstützung gabs von der Uni.
Invicta ist das neue Sportfest von NUJS. Alle nationalen Jura-Unis/Colleges wurden eingeladen, sich im sportlichen Wettstreit mit dem Rest zu messen. Von Fußball, Basketball, Volleyball, Cricket, Leichtathletik bis hin zum Radrennen, war alles dabei.
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Ich habe zugunsten meiner Kommilitonen auf meinen Platz im Volleyballteam verzichtet und stattdessen angefeuert. Beim “what’s the good word?”-Spiel mit Chanakya habe ich einen der hinteren Plätze belegt und im Rasgulla(kleine schwammartige vor Zuckerwasser triefende Bällchen)-Wettessen mit 26 Stück innerhalb von 90 Sekunden einen guten zweiten Platz belegt. Obwohl mich das immer noch ärgert. Wäre mir zwischendurch nämlich nicht einer im Hals stecken geblieben, hätte ich mindestens zwei mehr verdrücken können und wir hätten gewonnen. Als kleiner Anhaltspunkt: Normaler Weise hat man nach drei Stück als Nachtisch schon mehr als genug und nach 26 Stück wird man den Zuckergeschmack auch durch den Verzehr einer ganzen Pizza innerhalb der nächsten Stunde nicht wieder los. Hätt ich mich doch nur nicht verschluckt…
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| Volleyball: wir wurden zweiter | Fans | Basketball |
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| Sieger der Herzen | Rasgullawettessen | |
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| Einfaches Problem, einfache Lösung: Die Bank hätte in Deutschland jemand tragen müssen | ||
4. Mein Geburtstag
Hatte am 19. Februar Geburtstag. Habe den Tag damit verbracht an meinem “project” (Art Seminararbeit) zu arbeiten. Die Arbeit ist mitlerweile unter dem Namen “Consideration as requirement for valid contracts – formation of contracts in German and Indian law” eingereicht. Ist zwar ziemlicher Mist, dafür dank der Hilfe meines Kommilitonen Chanakya aber in erstklassigen Englisch verfasst. Habe dann Freitag und Samstag noch meine Freunde traditionsbewusst zum Abendessen eingeladen. Das geht bei den indischen Preisen ja noch einigermaßen.
Warum habe ich aber eigentlich meinen Geburtstag bewusst geheim gehalten, bei Facebook ein falsches Datum angegeben und den vier Leuten, die das Datum noch wussten, verboten darüber zu reden? In NUJS gibt es die Tradition der sogennanten “birthday bumps“. Dabei wird das glückliche Geburtstagskind um Null Uhr – zum Beginn seines Ehrentages also – überfallen, festgehalten und dann wird im von einer horde Gewalttätiger der Hintern versohlt. Ich habe mich bisher geweigert, bei diesem barbarischen Ritual auch nur zuzusehen. Von Erzählungen und den Schreien, die alle paar Nächte lang von den Korridoren erklingen, weiß ich aber, dass dabei auch schweres Werkzeug zu Einsatz kommt, wie zum Beispiel Stiefel und Metalstangen. Da ich mittlerweile vollständig in die NUJS-Gemeinschaft integriert aber trotzdem noch eine absolute Person der Zeitgeschichte bin, hätte das nach Aussage eines Freundes bedeutet, dass so ziemlich das gesamte Hostel von über zweihundert Bewohnern, liebend gerne mal die Chance ergriffen hätten, dem Deutschen den Hintern zu versohlen. Die Aussicht darauf und die Arbeit an meinem project haben mich also dazu veranlasst, erst am nächsten Tag meine Freunde überhaupt einzuladen.
Auch hier hat sich dann aber wieder der eher Mitleiderregende indische Bollywoodhumor durchgesetzt. Haha! Torte im Gesicht!
Ich hab sie ja trotzdem lieb!
Lieber Paul,
ich hoffe, Du fühlst Dich nicht beleidigt, weil ich Deinen Geburtstag vergessen habe. Aber wie Du weißt, kenne ich außer meinem nur die Geburtstage meiner Eltern. Und sonst von niemandem.
Ferner hoffe ich, dass Du weißt, dass ich Dir unabhängig von Jahreswechseln, religiösen Festen oder auch Geburtstagen grundsätzlich alles Gute Wünsche. Insbesondere Glück.
Beste Grüße
Stefan
Wie käme ich denn dazu dir böse zu sein. Ich bin ja schon froh meinen Geburtstag nicht selbst vergessen zu haben.
Dir auch alles Gute!
Arr, late indeed. Still waiting for you to honour your word, but damn, I’d have liked decorating that disco ball.