Dies ist Kolkata: Jede Bewegung ist unweigerlich mit Schwitzen verbunden. Dies ist Kolkata: Aufgrund von irgendwelchen kommunistischen Erwägungen sind Geschäfte heute geschlossen und Busse, Taxen, Autorikshaws von den Straßen verbannt.
Dies ist Kolkata: Der Monsun sollte jetzt zwar schon vorbei sein, aber der Regen strömt trotzdem mit einer Gewalt vom Himmel, als unternähme er den traurigen Versuch den Gestank und Dreck dieser Stadt einfach hinfort zu spülen. Vier Wochen, an denen kein Regentropfen meinen Körper berührte werden jetzt auf einen Schlag wieder ausgeglichen.
Florians Flugzeuch hat ungefähr vier Stunden Verspätung weil ihnen in Dubai wohl die Farbe des Flugzeugs nicht mehr gefallen hat und der neue Lack erst noch trocknen musste. Vielleicht sind auch unterwegs die Triebwerke kaputtgegangen und neue mussten erst eingeflogen und eingebaut werden. Vielleicht hat sich auch der Pilot in der Fliegerbar ins Koma gesoffen (welch rüder Ton!).
Jedenfalls kommt das Flugzeug statt um acht Uhr erst um zwölf Uhr an und somit müsste er jetzt eigentlich am Flughafen warten, bis um 18 Uhr der Streik vorbei ist. Lass ich natürlich nicht zu und versuche so gut es geht ein Fahrzeug mit Fahrer zu organisieren. Wäre das nicht eigentlich Aufgabe der Universität gewesen? Ich stelle die Frage nicht. Die Antwort wäre sowieso nur wieder: „this is India!„.
Mittlerweile weiß ich, dass der Monsun letztes Jahr einfach zu lange angedauert hat. Normaler Weise wäre er zu dieser Zeit wohl schon vorbei.
Außerhalb der Monsunzeit ist es hier so angenehm trocken, wie woanders auch und es hat schon seit Monaten nicht mehr geregnet. Schön sowas!