Ankunft in Kolkata um 19 Uhr. Es ist hier schon seit zwei Stunden dunkel und daher praktisch mitten in der Nacht. Wäre ich jetzt in Delhi, Rajasthan oder McLeod Ganj, würde ich jetzt meinen Pullover anziehen. Bin ich aber nicht, und die Stuardess überbringt uns die Botschaft, dass draußen 29°C herrschen.
Um mich in meiner eigenen Stadt nicht zu sehr als Tourist zu fühlen, beschließe ich mich mit meinem 17kg Gepäck auf die Suche nach einer Bushaltestelle zu begeben.
Ich lehne mich also gegen die Luftfeuchtigkeit und stapfe darauf los. Wenige Schritte später fühlen sich meine Klamotten an, als wäre ich durch ganz feinen Regen gelaufen. Mein Hemd klebt am Körper.
Zurück in NUJS erlebe ich die gespenstige Stille zweier Geisterhostels. Zum Glück haben Josephs Eltern ihm aber ein Zugticket für heute, statt für morgen gekauft, so dass ich nicht alleine zu meinem Lieblingslokal „Abcos“ gehen muss. Das sit, wenn ich das jetzt mal so mit vier Wochen Restauranterfahrung vergleiche, alles andere als billig.
Das Essen schmeckt jedoch auch weiterhin und das seet lime soda, von dem ich jetzt abhängig bin, ist nicht von schlechten Eltern.
Der morgige Tag wird wohl von Wiedersehenszeremonien und Florians Ankunft in NUJS geprägt sein. Dann ist es wieder aus mit der Ruhe im Hostel. Freu mich schon drauf!
Vielen Dank fürs Durchhalten beim lesen. Der Reisebericht ist schon sehr ausführlich geworden. Ich hoffe die Bilder entschädigen dafür.
Wie immer freue ich mich über Feedback und Kommentare, über die vorhandene Kommentarfunktion, E-Mail (paulgoesindia@web.de) oder via StudiVZ (Paul Zacheus). Es ist immer schön, wenn ich merke, dass ich hier nicht nur Tagebuch führe, sondern dass andere auch mitlesen. Zugegebener Maßen schreibe ich zuviel und kann mich nicht auf das Wesentliche beschränken, so dass ich von niemandem erwarte, dass er alle meine Beiträge liest. Schaut euch vielmehr die Kategorien an (rechts oben) und entscheidet euch reinzulesen oder auszulassen, was immer ihr wollt.
Die nächsten Reiseberichte werden ganz kurz ausfallen. Versprochen!
Euer Paul
Ich finde nicht, dass Du zu viel schreibst! Genau die richtige Dosis, meiner Meinung nach. Außerdem ist es doch so, dass das hier Geschriebene später einmal mit zu deinen Erinnerungen an Indien zählen wird. Da kann es nicht schaden, auch einmal mehr geschrieben zu haben.
Daneben ist das Mitlesen hier ein angenehmer Zeitvertreib für mich.
Viele Grüße!
Thomas