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| Kenotaphen | Kranich |
Tempelförmige Gebilde erstrecken sich seenartig vor meinem Auge. Draußen wartet mein Chauffeur darauf, mich mit meiner Autorikshaw dorthin zu schnecken, wo auch immer mein Herz sich hin sehnt.
Könnte fast ein Gedicht sein. (Kenotaphengedicht)
Berge, Täler, Frieden. Der Monsoon Palace, auf dem höchsten Berg Udaipurs, liegt in einem Naturreservat. Alle Arten von Tieren leben hier ungestört und sind auf ihre Art und Weise des Lebens froh.
Aber jetzt komme ich! Tja, der Deutsche, der sich ausgerechnet die älteste, lauteste und kurz gesagt erbärmlichste Autorikshaw für diesen Tag gemietet hat (550 Rs also ungefähr 10 Euro) tuckert sich mit ächzendem und stöhnendem Motor eine Kurve nach der anderen den Berg hinauf.
Mir egal. Ich bin nur glücklich, dank NUJS-Ausweis und FRRO-Registrierungspapieren, den Inderpreis bezahlt zu haben. Und schön ist es hier auch noch. Accha!
Oben wird mir dann wieder ein bedeutender Unterschied zwischen Deutschland und Indien bewusst: Keine Geländer, wo es hundert Meter in die Tiefe geht. Torbögen ins Leere, ohne Absperrung, dafür umso mehr Stufen zum Stolpern. Hier muss jeder für sich selbst denken, auf seine Schritte selbst achten.